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Tag der offenen Türen in Kall

26.09.2011

Offene Türen in den Nordeifelwerkstätten Kall

Die Nordeifelwerkstätten (NEW) präsentierten am 25.09.2011 ihre Angebote zur Eingliederung in das Arbeitsleben. Zahlreiche Interessierte besichtigten die Abteilungen Metallverarbeitung, Verpackung und Hauswirtschaft. Darunter auch der Bürgermeister der Gemeinde Kall, Herbert Radermacher, der Landtagsabgeordnete Klaus Voussem und der Bundestagsabgeordnete Detlef Seif.

Kall – Rechnungen schreiben, Bestellungen tätigen, die Kasse führen. Dies und vieles mehr gehört zu den Tätigkeiten, die im Rahmen einer zweijährigen internen Ausbildung der Nordeifelwerkstätten Kall vermittelt werden. Seit September bildet die Werkstatt eine Beschäftigte zur Verwaltungsgehilfin aus. Die Dame hatte bereits ein bewegtes Berufsleben hinter sich, bevor sie psychisch erkrankte und hierdurch ihre Arbeitsstelle verlor. Seit etwa einem Jahr arbeitet sie in der Werkstatt und hat sich hier weiter stabilisiert. Durch die Ausbildung in der Verwaltung kann sie nun ihre Fähigkeiten erweitern und blickt optimistisch in die Zukunft.

Am Tag der offenen Türen konnten sich Interessierte ausführlich über die Nordeifelwerkstätten in Kall informieren. Die Werkstatt bietet den Menschen die Möglichkeit der Teilhabe am Arbeitsleben. Dafür stehen Arbeitsplätze mit unterschiedlichen Anforderungen zur Verfügung. „Das Spektrum reicht von leichten Montagetätigkeiten bis zum Drehen und Fräsen von Metallteilen nach Zeichnung oder der Bestückung komplexer Verkaufsdisplays“, so Hendrik Opgenorth, Produktionsleiter. Überall wird nach strengen Qualitätsvorgaben der Kunden produziert. So sind in der Abteilung Verpackung bei manchen Aufträgen besondere Hygienevorschriften einzuhalten. In der Metallabteilung müssen sich Gruppenleiter und Beschäftigte besonderen Anforderungen an Genauigkeit stellen.
Der Kundenkreis hat sich mit den Jahren weit über das Kaller Gewerbegebiet hinaus ausgedehnt. So werden zum Beispiel Präzisionsteile für die Industrie oder Röntgenraumtechnik hergestellt. Auch werden Satellitenreceiver kontrolliert und viele Waren für international tätige Konzerne verpackt. „Die Werkstatt ist stark eingeflochten in Produktionsketten und stellt sich dem Wettbewerb mit anderen Unternehmen“, berichtet Hendrik Opgenorth. Steigende Anforderungen an produktive Flexibilität erfordern immer wieder neue Konzepte. So setzt die Abteilung Verpackung heute zunehmend Aussenarbeitsgruppen bei Kunden vor Ort ein. Und die Metallabteilung hat ein Zwei-Schicht-System etabliert. Da die Zahl der beschäftigten Menschen kontinuierlich steigt, plant die Werkstatt derzeit einen Erweiterungsbau.

Heute arbeiten etwa 100 Menschen mit psychischer Behinderung in der Kaller Werkstatt. Hier haben sie die Möglichkeit, trotz ihrer Erkrankung am Arbeitsleben teilzuhaben. „Für viele Beschäftigte hat die Arbeit einen hohen Stellenwert. Sie steigert den Selbstwert und vermittelt den Menschen das Gefühl, gebraucht zu werden“, so Volker Schmidt vom Sozialen Dienst. Wichtiger Auftrag der Werkstatt ist es, die Beschäftigten in ihrer Leistungsfähigkeit und Persönlichkeit zu fördern. So reicht das Angebot der Werkstatt von der Gabelstaplerschulung über besondere Förderkurse und Praktika auf dem Arbeitsmarkt bis hin zu gemeinsamen Freizeiten.

Volker Schmidt
Sozialer Dienst
NEW Nordeifelwerkstätten gGmbH Kall



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blumenverkauf
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Arbeitsvorführung
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Politiker beim Rundgang
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Metallverarbeitung
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