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Neubaupläne

13.10.2011

Bericht zum aktuellen Stand und Vorstellung Neubaupläne

Nach einem technischen Defekt (Kabelbrand) hatte ein massiver Brand am 2.6.2011 weite Teile des Altbaues unserer Ülpenicher Werkstatt zerstört. Ca. 3.000 qm Produktions- und Lagerhallen, mit Sanitär und Sozialbereichen, wurden vernichtet (Siehe beigefügtes Foto). Eine weitere ca. 450 qm große Halle war stark beschädigt worden. Hinzu kamen Schäden durch das Löschwasser, die die Verwaltungs-, Sanitär- und Pausenräume unbenutzbar machten.

Inzwischen hat sich einiges am Standort Ülpenich getan. Nachdem viele Untersuchungen durchgeführt und ein Entsorgungskonzept für den Brandschutt erstellt und abgestimmt waren, räumte ein Fachunternehmen über mehrere Wochen die zerstörten Teile weg. Übrig blieben die Bodenplatte und die meisten Stützen. Dann wurde mit der Errichtung einer neuen Hallenwand und der Reparatur des Daches der Halle Ia begonnen. Zusätzlich wurden der Strom und das Licht für die Halle neu installiert. Im restlichen Gebäude wurden die durch Löschwasser beschädigten Fußböden (zum Teil mit Estrich) und die mit Rigipsplatten und Ständerwerk errichteten Wände erneuert. Auch musste der restliche Gebäudeteil wieder neu an die Heizung und die Stromversorgung angeschlossen werden. In die wiederherstellten Verwaltungsräume sind die Werkstattleitung, die Mitarbeiter des Sozialen Dienstes und die Verwaltungskräfte inzwischen eingezogen, sodass diese auch wieder normale Arbeitsbedingungen haben. Wichtig ist, dass auch einige Gruppen, die nach dem Brand in der leer geräumten Schreinerei untergebracht waren, in den nächsten Tagen die Halle Ia wieder beziehen können, sodass es auch an dieser Stelle eine Entspannung der doch beengten Raumsituation geben wird.

Inzwischen haben wir auch die Pläne für die Neuerrichtung der zerstörten Hallen erstellt. In Abstimmung mit dem Landschaftsverband Rheinland, als Fachaufsicht für Behinderten-werkstätten und mit dem Gebäudeversicherer, der die Kosten für den Wiederaufbau tragen wird, haben wir das Architektenbüro Konrath und Würker aus Troisdorf mit der Planung beauftragt. Dieses Büro hatte bereits große Erfahrung im Bau von Behindertenwerkstätten und baute zuletzt eine neue Werkstatt in Troisdorf mit ca. 500 Plätzen für behinderte Menschen.
Der Architekt Ludwig Konrath stellt die Pläne vor. Auf der durch die bestehende Bodenplatte vorgegebenen Grundfläche werden Arbeitshallen, Lager, Sanitär- und Pflegebereiche, Sport- und Therapieräume sowie der Schulungsraum und ein Bürobereich für den Sozialen Dienst neu aufgebaut. Dabei konnten wir viele Ideen von MitarbeiterInnen einfließen lassen und denken nun, dass wir durch die Neuaufteilung und Neuzuordnung von Räumen eine Verbesserung gegenüber der früheren Situation erreichen werden. 205 behinderte Menschen werden in dem Gebäudeteil wieder einen Arbeitsplatz bekommen. Ganz anders als früher wird das Aussehen des neuen Gebäudeteiles sein, wie man auf den gezeigten Ansichten erkennen kann.

Auch wenn wir im Wesentlichen in den Grundmaßen des alten Gebäudes bleiben, ist dennoch eine komplett neue Baugenehmigung notwendig, die wir beantragen müssen. Wir hoffen, dass uns diese dann bis zum Jahresende vorliegt. Dann müssen wir über eine Ausschreibung die Firma finden, die die neuen Hallen für uns bauen wird. Spielt das Wetter mit, könnte Anfang 2012 mit der Arbeit begonnen werden, für die wir ca. 9 Monate veranschlagen. Wenn alles gut läuft, wollen wir dann zum Jahresende 2012 mit allen „Ülpenichern“ wieder zusammen in der neuen Werksatt sein.

Wilhelm Stein, Geschäftsführung



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Brandstelle
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