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Gleis 2

05.05.2011

Nordeifelwerkstätten Kuchenheim stellen ein neues und im Rheinland einmaliges Arbeitsangebot für junge psychisch Erkrankte vor

Mit einem Tag der offenen Türen für Fachpublikum präsentierte die Nordeifelwerkstätten in Kuchenheim ihr Angebot „Gleis 2“ in neuen Räumen in unmittelbarer Nähe zum Kuchenheimer Bahnhof.

Seit einigen Jahren haben wir es in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) mit einem neuen „Boom“ zu tun: der Aufnahme von sog. „jungen Wilden“, von jungen Menschen ab 16 Jahren, die so massive Störungen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und in ihrem Verhalten haben, dass sie keine „normale“ Arbeitsstelle, aber auch keine herkömmliche Bildungsmaßnahme ausfüllen können.

Die Nordeifelwerkstätten haben sich der Aufgabe gestellt und als erste WfbM im Rheinland einen eigenen Bereich für diesen Personenkreis eingerichtet, in dem die jungen Menschen besonders gefördert werden können und die Erfolgsaussichten für eine Eingliederung in den Arbeitsmarkt somit größer sind.

Der Geschäftsführer der Nordeifelwerkstätten Wilhelm Stein und die Leiterin von „Gleis 2“, Jessica Marx, präsentierten die Räumlichkeiten und Arbeitsangebote, die einige Besonderheiten aufweisen.

„Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit mit den jungen Menschen die zu uns kommen ist es, eine tragende Bindung zu den Teilnehmern aufzubauen.“ erläutert Jessica Marx, „und entsprechend haben wir das personelle Angebot und die Räume gestaltet.“

So beschränken sich Jessica Marx und ihr Kollege Josef Blesse nicht nur darauf Arbeitsangebote durchzuführen, sondern gestalten den Tag durch ergänzende Angebote wie gemeinsame Mahlzeiten, Sport, kreative Angebote oder andere Aktivitäten, die in der Lebenswelt der jungen Teilnehmer liegen.

Neben den Arbeitsraum für die avisierten 12 Teilnehmer gibt es daher noch einen großzügig geschnittenen Wohn- und Küchenbereich, der sehr ansprechend gestaltet wurde und dabei helfen soll, dass sich die Teilnehmer wohl fühlen und es ihnen so leichter fällt sich auf die Angebote der Nordeifelwerkstätten einzulassen.

Dauerhaft möchte „Gleis 2“ die Teilnehmer, aktuell sind es schon vier, in den Arbeitsprozess eingliedern, wobei es erst einmal offen bleibt ob dies nur innerhalb der Nordeifelwerkstätten möglich ist oder auch in den Allgemeinen Arbeitsmarkt.

Rodger Ody
siehe auch Filmbericht in WDR Lokalzeit, Studio Bonn
Kompakt04.05.



Bildergalerie

Frau Lisinski bei der Arbeit
Frau Lisinski bei der Arbeit
Eröffnungsgäste
Eröffnungsgäste
Frau Marx u. Herr Blesse
Frau Marx u. Herr Blesse
 



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